Nutzen, was von oben kommt!

Wasser ist zwar in unseren Breiten zurzeit kein knappes Gut, wird es aber in Zukunft sein. Der Klimawandel bringt extreme Trocken- und Regenperioden.

 

Wir brauchen uns nur an den Hitze-Sommer 2003 zu erinnern: die Quellen versiegten, die Grundwasserspiegel sanken gefährlich ab und z.B. das Autowaschen war verboten. Die Felder und Gärten waren ausgetrocknet und das Bewässern des eigenen Gartens mit Leitungs- bzw. Trinkwasser eine teure Sache.

 

Mit der zunehmenden Versiegelung der Böden durch Haus- und Strassenbau wird die Neubildung von Grundwasser reduziert.

 

Pro Tag verbraucht eine Person in der Schweiz über 150 Liter hochwertiges und aufwändig aufbereitetes Trinkwasser. Mit der Nutzung von Regenwasser das auf der eigenen Dachfläche gesammelt wird, kann der Verbrauch um bis zu 60% reduziert werden.

Als Regenwasser-Speicher dienen meist runde oder flache Kunststofftanks, die unterirdisch und damit dunkel, frostsicher und temperaturkonstant verlegt werden. So ist die Bildung von Algen verhindert. Der nötige Grobfilter wird meist im Tankdom eingebaut, was die Installation vereinfacht. Laub und andere Schwebstoffe gelangen nicht in den Speicher. Bei reiner Gartennutzung wird meist eine Tauchpumpe eingesetzt.

 

Bei Garten- und Hausnutzung wird eine Pumpe im Haus installiert die auch automatisch auf Trinkwasser umstellt, falls der Speicher mal leer sein sollte. Bei richtiger Auslegung passiert das allerdings so gut wie nie. Die Pumpen verfügen über einen Druck- und Strömungswächter, der bei Bedarf ein/ausschaltet. Für z.B. Garten, Zimmerpflanzen, Schwimmbad und Sauna-Becken reicht die Grobfilterung. Falls auch die Waschmaschine angeschlossen wird, sollte in deren Zuleitung noch zusätzlich ein Feinfilter eingebaut werden. Das Regenwasser ist kalkfrei, d.h. man hat zusätzliche Vorteile bei der Bewässerung von Garten- und Zimmerpflanzen und auch bei der Dosierung von Wasch- und Putzmittel.

 

Die Nutzung von Regenwasser macht ökonomisch und ökologisch Sinn, wie auch eine ETH-Studie im Auftrag vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) belegt (www.bafu.admin.ch).

 

Es sind auch kombinierte Nutzungen mit Retention möglich. Rund 5‘000 Anlagen sind in der Schweiz in Betrieb, davon rund 500 durch uns und in unserer Region. Meine eigenen Erfahrungen innert 20 Jahren sind: Die Umschaltung auf Trinkwasser erfolgte nur ein einziges Mal und während nur 2 Wochen, dies bei 4 Wohnungen, Garten und einem Speichervolumen von 12‘000 Liter. Eine von zwei Pumpen musste in dieser Zeit ersetzt werden.

 

Für die Toilettenspülung ist lebensmittelechtes Trinkwasser pure Verschwendung!

 HOLINGER SOLAR AG

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